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Radltour „Auf den Spuren der 68er in München“


Samstag, 12. April 2008
Radltour „Auf den Spuren der 68er in München“
Bibliothek Maxvorstadt, Augustenstr. 92


In der Reihe unserer historischen Radltouren widmeten wir uns der in die Jahre gekommenen Jugend– und Studentenrevolte der Bundesrepublik. Alle denken an Benno Ohnesorg und Rudi Dutschke in Berlin.

Dabei gab es auch in München 68er, die gegen den Schar von Persien oder die Springer-Presse demonstrierten. Wenig bekannt ist, dass es im Rahmen der Auseinandersetzungen in München zwei Todesfälle gab. Sie wurden nie aufgeklärt. Begeben sie sich zusammen mit Bücher&mehr auf eine literarische Zeitreise zu den Schauplätzen.

Als Osterunruhen sind die Tage nach dem 11. April 1968 in die Annalen der Bundesrepublik eingegangen. Sie werden im kollektiven Gedächtnis vor allem mit den Namen des Studentenführers Rudi Dutschke und des Verlegers Axel Caesar Springer verbunden. Der Mordanschlag auf Dutschke war von einem Attentäter begangen worden, der seinen Hass aus den Studentenstereotypen von Springers BILD bezog. Weil das die Studenten so sahen, kam es überall in Deutschland zu heftigen Demonstrationen gegen Redaktionen und Druckereien des Springer-Verlags.

Die blutigsten Auseinandersetzungen fanden in München statt. Nur hier gab es Tote. Zwei Menschen starben, der Pressefotograf Klaus Frings und der Student Rüdiger Schreck. Nur wenige Angehörige setzten sich für eine rückhaltlose Aufklärung dieser Todesfälle ein. Die Kontrahenten von 1968, Studenten wie Staatsmacht, verloren bald das Interesse. Klaus Frings und Rüdiger Schreck wurden vergessen, weil ihre Geschichte für keine der beiden Seiten brauchbar war und nichts als unbequeme Fragen an den Umgang mit Gewalt stellte.

Ulrich Chaussy, der Vorsitzende von Bücher&mehr, hat die Münchner Osterunruhen recherchiert.

Der Flyer zur Veranstaltung als Download im PDF-Format: 68erradltourflyer.pdf


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Radltour "Lebensader Isar"


Samstag, 7. Juni 2008
Radltour "Lebensader Isar"
Bibliothek Isarvorstadt, Kapuzinerstr. 28

Wegen einer Brücke über die Isar wurde München gegründet. Als München wuchs, wurde der Fluß in ein festes Korsett gepresst, aus dem er jetzt wieder befreit wird: die Isar-Renaturierung. Sinn und Funktion dieser großen Baumaßnahme erklärte uns Dr. Klaus Arzet, der Leiter des Wasserwirtschaftsamtes München.

Wir erradelten die Isar flußaufwärts zur Stadtgrenze und flußabwärts bis zur Bibliothek Monacensia, dort gab uns deren Leiterin Dr. Tworek eine Führung durch die frisch kuratierte Ausstellung "und dazwischen ein schöner Rausch - Literaten und Künstler in München" und präsentiert uns Literatur über „die Reißende“.


Der Leiter des Wasserwirtschaftsamtes München und Freising, Dr. Klaus Arzet, in und über seinem Element, der "Lebensader Isar". Mit einem Gespräch in der Stadtbibliothek Isarvorstadt über die Geschichte des Wildflusses, seine Bezähmung und Renaturierung begann unsere Exkursion. Trotz Wassers auch von oben begaben sich die unerschrockenen Teilnehmer der Radltour vor Ort und fuhren von der Reichenbachbrücke dem Fluss entlang über Flaucher, Marienklause bis zur Großhesseloher Brücke. Dr. Arzet erläuterte die Bauarbeiten des Isarplans, durch die die Isar allmählich aus ihrem kanalisierten Bett befreit wurde und wird - stadteinwärts bis zur Museumsinsel. Wo vor wenigen Jahren noch ein kerzengrades, betoniertes Ufer war, fliesst nun die Isar wieder als Wildfluss, der sich seinen Uferbereich selbst umformt und einer Vielfalt von Tieren und Pflanzen Lebensraum bietet. Der Freizeitwert der Isar für die Stadtbewohner steigt, der Fluss wird wieder zum Lebensraum für eine steigende Zahl von Fischen und Wassertieren. Auf der Tour begegneten wir einem Mitarbeiter des Amtes für Fischereiwesen, der die Entwicklung der Tierpopulation im Fluss überwacht. Am Zielpunkt unserer Tour, der Monacensia - Bibliothek in der Maria-Theresia-Straße, empfing uns deren Leiterin Dr. Elisabeth Tworek. Sie führte uns durch die von ihr kuratierte Ausstellung "....und dazwischen ein schöner Rausch...". Sie bietet eine Fülle von München-Ansichten durch die Jahrhunderte - und schriftliche Zeugnisse und Kommentare über die Stadt, von Schriftstellern und Künstlern, die in München lebten oder hierher reisten.


Auf den Spuren der Weißen Rose


21. Juni 2008 - Auf den Spuren der „Weißen Rose“

Etappen:
Die Gräber auf dem Friedhof am Perlacher Forst - die Gefängnisse an der Stadelheimer Strasse und Am Neudeck - der Justizpalast am Stachus - der Ort der ehemaligen Gestapo-Zentrale in der Briennerstr. - die Wohnung der Geschwister Scholl - die Universität.

Ulrich Chaussy, Mitautor des Buches: „Sophie Scholl - die letzten Tage“ und historischer Berater für den gleichnamigen Kinofilm, erzählte entlang dieser Stationen die Geschichte der „Weißen Rose“. In der „Denkstätte Weiße Rose“ ist die dortige Ausstellung zu sehen.

Ein ausführlicher Bericht folgt.


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