Roland Fischer
Roland Fischer
stellvertretender Vorsitzender
geb. 1961, Pressereferent
„Jede Form der Reduzierung des Angebotes an Büchern und Zeitungen stellt einen Anschlag auf die Demokratie unseres Landes dar“, sagte Konstantin Wecker auf einer Veranstaltung des Bücherbegehrens, das sich gegen die Schließung von Münchner Stadtbibliotheken gewehrt hat. Nur Bibliotheken mit ihrem Angebot an Literatur und Medien für Menschen aller sozialen Schichten hatten in München keine Lobby – bis jetzt. Mit „Bücher & mehr“ kümmert sich endlich auch ein Verein um das breiteste aller kulturellen Angebote – es ist auch höchste Zeit.
Auch wenn meine Partei – ich bin in mehreren Funktionen in der Münchner SPD aktiv – eine andere Auffassung vertrat, zögerte ich keinen Moment, aktiv gegen die drohende Schließung von Bibliotheken zu kämpfen und den Bürgerentscheid mit vorzubereiten. Um es mit Wolfgang Nöth, dem Münchner Kulturpapst, zu sagen: „Büchereien zu schließen ist unanständig“.
Es war eine anstrengende und aufreibende Zeit, bis aus den Initiatoren des „Bücherbegehrens“ und den damaligen Gegnern aus Stadtrat und Verwaltung eine gemeinsam handelnde Organisation wurde, die ein Ziel eint: Breite Unterstützung für die Münchner Stadtbibliothek. Etliche Hürden mussten überwunden werden, bis Bücher & mehr jetzt endlich seine Arbeit aufnimmt. Angesichts nach wie vor knapper öffentlicher Kassen erwartet uns eine immense, aber auch dankbare Aufgabe.
