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Die Münchner Stadtbibliotheken im Blickpunkt von A - Z



Allach-Untermenzing 


In der schönen Stadtteilbibliothek Allach–Untermenzing fand der begehrte Vorlesewettbewerb der Münchner Schulen statt, und es ist sicher auch ein „Talenteschuppen für junge Sprecher“. 23 Kinder haben es geschafft in diesen Vorlesewettbewerb zu kommen und ihr Talent im Vorlesen zu beweisen.
Jedes Jahr startet der Börsenverein des deutschen Buchhandels einen Vorlesewettbewerb. Die Gewinner kommen eine Stufe weiter und nehmen am weiteren Vorlesewettbewerb teil. Kriterien sind nachzulesen in: www.vorlesewettbewerb.de

Wer wird gewinnen? Besser: wer liest so gut vor, dass der Zuhörer wünscht: bitte, bitte nicht aufhören vorzulesen, es ist so ein Fest für meine Ohren.
Die Stadtteilbibliothek Allach-Untermenzing ist wunderbar eingerichtet. Und der Komfort der Insel-Tische, an dem Schulkinder ihre Schulaufgaben machen können, oder gar Nachhilfe erhalten, ist ein wahrer Gewinn für Benutzer und Bibliothek. Diese Mehrzweckgestaltung, auch ganz schnell einen Veranstaltungsraum zu schaffen, ist gegeben. So fühlten sich die Besucher, die zum Vorlesewettbewerb gekommen sind, sehr wohl. Der bibliophile Ort ist zwar ein bisschen versteckt und die Verwaltung von Allach sollte diesen kulturellen Ort unterstützen, indem sie unter dem Nummernschild der Pfarrer-Grimm-Str. 1 - es ist die Schule - einen Hinweispfeil anbringt, der anzeigt: noch ein paar Schritte weiter. Und siehe, auch der nicht Ortskundige hat sein Ziel - die Stadtteilbibliothek - gefunden.

Münchner Stadtbibliothek Allach-Untermenzing
Pfarrer-Grimm-Str.1
80999 München
Tel.: 089-189 32 99 0
E-Mail: stb.allach-untermenzing.kult@muenchen.de

© Steffi.M.Black 2012 (Text u.Bild)






Berg am Laim 


In der Bibliothek Berg am Laim ist es klein, aber fein. Am Türeingang mit dem Windfang ist gleich von außen zu lesen, welche Bereiche hier zu finden sind. Das sieht sehr schick aus, und bevor man sich Gedanken gemacht hat, was für ein Buch heute dran ist, öffnet sich die Eingangstür auch schon automatisch. Diese Stadtteilbibliothek in Berg am Laim gehört zu den kleinsten der Münchner Stadtbibliotheken.

Wir haben im Jahr 2012 etwas Einmaliges verpasst. Das Jubiläum „60 Jahre Münchner Stadtbibliothek Berg am Laim“. Und davon 50 Jahre im selben Haus, die jetzige Adresse. Ist das möglich? Wie viele Kinder haben sich wohl in der süßen Kinderecke gekuschelt und kommen heute mit ihren eigenen Kindern zum Bücherausleihen hierher? Es ist wirklich rührend zuzuschauen, mit welchem Eifer die Kinder die Zettel vom Rätselspaß ausfüllen und in den Kasten unter Aufsicht der Bibliothekarin werfen. Jeden Monat gibt es eine Gewinnerin oder Gewinner.

Es gibt einem ein heimeliges Gefühl, von dem kleinen Lesebalkon der Bibliothek in die Hinterhöfe zu gucken und sich über Autoren und/oder Bücher Gedanken zu machen. Sie glauben, weil eine Bibliothek klein ist, kann darin nichts passieren? O weia, das ist falsch gedacht. Die praktischen Bücherregale auf Rollen machen im Handumdrehen aus dieser Bibliothek einen Salon. Der Veranstaltungskalender dafür liegt in der Bibliothek aus.

Große Leser nutzen nicht nur die Lesetipps der Bibliothek, sondern auch den Surftipp, der von den Bibliothekaren zusammengestellt wird. Interessantes aus dem Stadtviertel gibt es zu lesen. Die Überschrift einer Reportage der Süddeutschen Zeitung von damals schreibt über Berg am Laim: „...wachgeküsstes Viertel“. Ich finde, das ist eine goldige Liebkosung. Warum immer in die Ferne schweifen, wenn das Gute so nahe ist. Sie kennen den Autor dieses Gedichtes? Aber natürlich, denn gerne wird aus Goethes Gedicht: „Erinnerung“ zitiert.

Münchner Stadtbibliothek Berg am Laim
Schlüsselbergstr. 4
81673 München
Telefon: 089- 431 12 38
E-mail: stb.bergamlaim.kult@muenchen.de

© Steffi.M.Black 2013 (Text u.Bild)






Bogenhausen 



Bibliotheksleiterin Petra Bischof

In der Stadtbibliothek Bogenhausen wollte ich schauen, ob Büchertitel von der Leipziger Buchmesse schon vorhanden sind. Wir Lesehungrigen werden ja jedes Jahr 2x beschenkt mit zig Neuerscheinungen. Im Frühjahr durch die Leipziger Buchmesse, und im Oktober durch die Frankfurter Buchmesse. Und die Auswahl ist groß, sehr groß.

Die Stadtteilbibliothek Bogenhausen ist flächenmäßig eine der größten Bibliotheken und außerdem eine der interessanteren. Steht sie doch an einem Platz in einem Viertel aus modernen Betonhäusern, wo es tagsüber sehr quirlig zugeht, und dieser Platz heißt Rosenkavalierplatz. Wie hübsch, und wer in diese Stadtteilbibliothek geht, wird belohnt. Viel Platz zwischen den gut beschrifteten Regalen und viel Platz zum Sitzen, um die Bücher, die man sich ausleihen möchte, zu studieren. Die bibliothekseigene Terrasse ist eine Oase mitten in dieser „Betonwüste“.

Ich fühlte mich sehr wohl. Petra Bischof, die Bibliotheksleiterin, führte mich herum, und wir standen vor dem Regal: "TOP-Titel - ohne Extragebühr".
In fast jeder Bibliothek sieht man oft Bücher im Regal für Neuerscheinungen mit einem Papierl „2 Euro“ und man fragt sich, warum muss ich zwei Euro für ein Buch bezahlen, wenn ich doch einen Jahresbeitrag bezahle? Ja, da bedarf es an Aufklärung. Also: für Bestseller kauft die einzelne Stadtteilbibliothek noch zusätzliche Exemplare ein, welche sich dann durch die zwei Euro selbst finanzieren. Das hat den Vorteil, dass das begehrte Buch mehrfach verfügbar ist und eine lange Wartezeit vermieden wird.

Im Regal „TOP-Titel - ohne Extragebühr" hat die Stadtteilbibliothek Bogenhausen außerdem Titel von den ersten 50 Plätzen aus Bestsellerlisten für Ihre Leser ausgesucht. Sichtbar mit Blick auf der Titelseite werden sie im eigenen Regal präsentiert. Ich denke, so mancher Leser ist dankbar für Anregungen.
Haben Sie sich auch schon durch die Angebote durchgelesen – wie durch die Mauer vom Schlaraffenland?

Münchner Stadtbibliothek Bogenhausen
mit Kunstforum Arabellapark
Rosenkavalierplatz 16/Arabellapark
81925 München
Fon: 089-928781-0
Mail:stb.bogenhausen.kult@muenchen.de

© Steffi.M.Black 2012 (Text u.Bild)






Fahrbibliothek 



Fahrbibliothek - 2 von 5 Bussen

Das sind sie, die imposanten Bücherbusse der Stadtbibliothek München. Tief unterm Gasteig sind sie zuhause, und von dort aus starten sie jeden Morgen zu ihren Halteplätzen. Waren Sie schon einmal in einem Bücherbus? Oder kennen Sie gar noch die Büchertram, die bis in die 70er Jahre durch München fuhr? Der Lesehunger hat die Menschen schon immer hinterm Ofen vorgelockt, und so soll es auch sein. Die blauen Busse der Stadtbibliothek werden bald durch neue abgelöst, denn der tägliche Einsatz strapaziert auf Dauer auch den stabilsten MAN Bus. Da das Lesen zu unserer Bildung und zu einer Kulturgesellschaft gehört, sei den Stadträten Dank, die schon in Jahren 1950/51 den mobilen Bücherdienst eingerichtet haben. Die Leser in den Stadtrandgebieten werden auf diese Weise auch mit Büchern der Stadtbibliothek versorgt.

Innen im Bus sind Regale mit verschiedenen Themen, meist unterrichtsbegleitende Bücher. In einem Bücherbus sind ca. 3.500 – 4.000 Medien an Bord, und eine Leseecke gibt es auch. Pro Tag steht der Bus an 3 Schulen, natürlich zeitversetzt. Und ein Rhythmus von 14 Tagen bringt den Bücherbus an 22-25 Schulen oder Haltepunkte. Insgesamt werden 86 Schulen angefahren. Die Organisation der Fahrpläne und Haltezeiten beeindruckt mich sehr. Die Schüler sind immer begeistert vom Bücherbus und erwarten ihn sehnlich, um endlich neuen Lesestoff zu holen. Dem mitfahrenden Bibliothekspersonal kann man zu Büchertiteln Fragen stellen, oder überhaupt sich Bücher von ihnen empfehlen lassen.

In den neuen Bussen, ab Mai 2013, ist alles moderner und zeitgemäß. Die Ausleihe ist dann auch elektronisch, so wie man es schon aus den Stadtbibliotheken kennt. Für Kinder mit Handicap gibt es Rollstuhlrampen. Der Routenplan ist auf der Webseite des Gasteig einsehbar. Auch für Erwachsene fährt ein Bücherbus in die Vororte am Stadtrand. Die Route und Haltezeiten sind ebenso auf der Webseite unter Fahrbibliotheken zu entnehmen.

Fahrbibliotheken
Rosenheimer Straße 5
81667 München
Tel.: 089- 480 98-3230
Mail:stb.fahrbibliotheken.kult@muenchen.de

©Steffi.M.Black 2013 (Text u.Bild)






Frankfurt - offener Bücherschrank 


Zuerst hielt ich es für eine Inszenierung oder für ein Kunstwerk zu Gunsten der Bücher. Ein Bücherregal mitten auf einem Gehweg in Frankfurt Bornheim.

Bei näherem Hinsehen sah ich, dass diese Bücher auf der Strasse liegen bzw.in diesem Fall, auf der Strasse stehen. Hm, was soll das bedeuten, fragte ich mich. Da steht mitten auf einem Gehweg in Frankfurt Bornheim ein Buchregal und ist für jede Frau, jeder Mann und jedes Kind erreichbar. Tag und Nacht. Wenn ein Buch entnommen wird, sollte ein neues dafür eingestellt werden. Eigentlich eine schöne „Sache“. Wenngleich, so meine Überlegung, das Buch damit nicht schon wieder abgewertet wird, und zur
Wegwerf- und Beliebigkeitsware mutiert durch die kostenlose Verfügbarkeit. Ihr armen vogelfreien Bücher.
Was nichts kostet, ist nichts Wert.
Freigiebige Menschen sind der Ansicht, damit komme das Buch doch immerhin in Umlauf. Sicher, aber es verliert an Würde.

Bücher sind Seelen, wenn auch ein Buch maschinell für eine Auflage von 5 – 10.000 durch die Rotation läuft, ist doch der Weg eines Buches so persönlich und voller Hoffnungen (Verlag finden, Bereitschaft zum Text usw.) ...bis wir es endlich in den Händen halten, ein weiter und oft steiniger Weg für den Autor, wovon wir Leser und Buchgenießer nichts merken.

Dann der sittliche Verfall, dass Bücher, oft die schönsten und interessantesten, im Internet verschleudert werden. Ist das nicht entsetzlich? Mein Bücherherz schreit jedes Mal auf, wenn im Internet die Preisschlacht losgeht. Und der Börsenverein fordert auch noch indirekt die Buchhändler auf, zum Weltbuchtag Bücher zu verschenken.

An diesem Tag sollten eigentlich die Buchhandlungen voll mit Käufern sein, so wie in den Blumenläden am Valentinstag, und die schönsten und teuersten Bücher kaufen, um diese dann zu verschenken mit der Aufmerksamkeit: ich lese gerne.

Liebe Leserinnen und Leser von Bücher & mehr/ Gesehen. Wenn Sie mir Ihre Geschichte zum Buch oder Ihre Meinung zum „offenen Bücherschrank“ mitteilen möchten, tragen Sie Ihren Gedanken in unserem „Gästebuch“ ein.

© Steffi.M.Black 2012 (Text u.Bild)






Fürstenried Forstenrieder Allee 61 


Schon von weitem fiel mir das Schild: „Heute Kino“ an der Tür zur Stadtteilbibliothek Fürstenried auf. Und ich glaubte, ich sei an der falschen Adresse. Nein, nein, hier fand tatsächlich Kino statt, und das ist eine tolle Idee.

Nach „Ladenschluss“ zwischen den Büchern einen Film zu sehen, ist einfach hinreißend. Ich stelle mir die Atmosphäre sinnlich vor, wünschen sich doch viele Leser, eine Nacht in einer Buchhandlung oder Bibliothek zu verbringen. In Fürstenried ist die Bücherluft dynamisch. Die große Stadtbibliothek, kühl und klassisch eingerichtet, pflegt eine gute Nachbarschaft mit dem Forum Fürstenried und der Volkshochschule. Das Publikum wandelt so von einer Institution zur anderen. Diese kooperieren auch miteinander. Oft gibt es ein Literaturfrühstück (toll, mit welchem Autor speisen wir heute?) oder Abendlesungen und Aperitif-Veranstaltungen. Sie wollen wissen, wann eine stattfindet? Anruf genügt: Stadtbibliothek Fürstenried.

In Fürstenried hab’ ich endlich ein Regal mit der Aufschrift: „Humor“ gefunden. Mei, das Regal war nur halb voll. Schnell wurde ich belehrt, dass die gähnede Leere im Regal kein Anlass zu der Vermutung sei, dass vielleicht die Fürstenrieder keinen Humor hätten. Von wegen, diese Bücher sind ausgeliehen! Das lange Regal daneben mit Büchern aus dem Bereich „Spannung“ war prall gefüllt und wohl im Moment nicht so gefragt.

Dafür aber die „Bücher-Tipps“. Einige Bibliothekarinnen stellen Titel vor, die sie gelesen haben und gerne weiter empfehlen wollen. Das ist ein kostenloser Service, der unbedingt genutzt sein sollte. Buchbesprechungen frei Haus. Herrlich.

In dem Regal „Romane“ stand ganz liebevoll in Front-Präsentation der Titel von Italo Calvino: Wenn ein Reisender in einer Winternacht. Wow, da wurde ich doch schon wieder mit einem Buchtitel konfrontiert, den ich vor langer Zeit gelesen hatte - und nach dieser Wiederentdeckung unbedingt neu lesen muss.

Münchner Stadtbibliothek Fürstenried
Forstenrieder Allee 61
81476 München
Tel. 089-759 69 89 0
Mail:stb.fuerstenried.kult@muenchen.de

© Steffi.M.Black 2012 (Text u.Bild)






Gasteig, Musikbibliothek 


Am Gasteiggebäude entlang, von der U-Bahn Rosenheimer Platz kommend, geht man an einem schmalen Fenster vorbei, man guckt in eine schmale Nische, in der ein einsames Klavier steht. Ich war oft erstaunt über diesen Einblick, und fragte mich: wem gehört das Klavier? Im Gasteig hielt ich mich sonst immer in den oberen Stockwerken auf, doch auf der Suche nach der Musikbibliothek kam ich „nach unten“. Da staunte ich nicht schlecht. Statt Geigen schaukeln sanft silberne CDs von der Decke. Bequeme Sessel und Sofas machen den großen Raum gemütlich. An den Wänden hängen wunderschöne Aquarelle von Waltraute Macke-Brüggemann, der Frau des Komponisten Kurt Brüggemann. Sehr bezaubernd ist der Bilderzyklus über die Zauberflöte. Ein Klavier ist der schöne Mittelpunkt in der Musikbibliothek, und es dient auch als Präsentationsfläche für kleine Themendarstellungen. Darüber hängt ein Porträt von Richard Strauss zum Gedenken. Richard Strauss ist mit München sehr verbunden. Vom kühlen, nüchternen, ja manchmal feindseligen Bau des Gasteigs ist in der Musikbibliothek nichts zu spüren. Freundlich ist auch die Kinderecke für die kleinen Musikliebhaber, und, wer weiß, die Musikfreunde von morgen. Das „einsame“ Klavier in der Nische gehört zum Service der Musikbibliothek. Auf dem E-Piano können Sie Noten anspielen. Irre, wo gibt es schon so einen Komfort?

Gute stolze 100 Jahre ist die Münchner Musikbibliothek alt. Wie manch Gutes, das durch private Initiativen startet, konnte so auch aus einer privaten musikalischen Volksbibliothek die Münchner Musikbibliothek werden. Das verdanken wir Dr. Paul Marsop. Ein Mann mit viel Idealismus für kulturelle Werte. Paul Marsop war Musikschriftsteller, und für seine Idee, eine Musikbibliothek für das Volk zu schaffen, fand er Mäzene und Gönner. Viele Freunde und Komponisten unterstützten ihn, er selbst hat seine eigene Bücher- und Notensammlung mit eingebracht, und der erste Raum für eine Bibliothek wurde in der Amalienstrasse gefunden. Das war 1905. Heute befindet sich im Gasteig die größte öffentliche Musikbibliothek mit Original-Handschriften und Autographen in Deutschland. Viele eigene Werke mit Widmungen hat der große Meister Richard Strauss der Münchner Stadtbibliothek geschenkt. Da dieser Bestand sehr wertvoll und zu schützen ist, ist dieser nur Musikwissenschaftlern zu Forschungszwecken einsehbar.

Der Service der Musikbibliothek ist sehr umfangreich. Das fängt bei den exzellenten Kenntnissen des Bibliothekspersonals an. Im Buch- wie auch Mediensbestand finden Sie nicht nur Klassisches, auch Modernes ist vorhanden. In den Bestand von 250.000 Medien sind ca. 20.000 Schallplatten und ca. 50.000 CDs aufgenommen. Man kann in separaten Hörkabinen die gesuchte Auswahl anhören, oder auch in diesen Kabinen entsprechend Filme anschauen. Es gibt sogar die Möglichkeit Schallplatten analog mitzuschneiden, Filme allerdings nicht. Das AV (audiovisuelle) Studio kann von Schulklassen, Volkshochschulkursen, aber auch von private Gruppen bis max. 49 Personen für Vorführungen genutzt werden. Was nicht in den Regalen steht, oder was Sie in den noch nicht von der EDV ersetzten Zettelkästen recherchieren, holen die Bibliothekare für Sie aus dem Magazin. Noch ein Tipp: das schwarze Brett (hier ist es gelb) ist sehr nützlich für musikalisches Gesucht und Gefunden, und auf der Säule sind Plakate von aktuellen Konzerten oder Musikevents.

Am Gasteig
Musikbibliothek
Rosenheimer Str. 5
81667 München
Tel.: 089- 48098-3333
Mail:stb.musikbibliothek.kult@muenchen.de

©Steffi.M.Black 2013 (Text u.Bild)






Gasteig, Kinder- u. Jugendbibliothek 


Ist der süß, bist du ein süßer Bär, ich grüße Dich. Ja, ja Gruß zurück, doch bitte nicht so heftig meine Pfoten schütteln. Der kleine nette Bär empfängt alle, die die Kinder- und Jugendbibliothek im Gasteig besuchen. Seine Angst ist berechtigt, fürchtet der Bär doch wieder in die Bärenklinik zu kommen, weil vor lauter Freude über ihn Kinder seine Pfoten zu stark drücken, oder er wird zu sehr gestreichelt. Wir freuen uns sehr über ihn als Begrüßung.

Diese Bibliothek ist sehr bürgernah und auch in den Ferien sehr beliebt. Informiert Euch, welche Veranstaltungen für Kinder oder Jugendliche geplant sind. Die kulturelle Aufgabe einer Stadtbibliothek Leseförderung zu betreiben, wird im Gasteig sehr ernst genommen, und die Bibliothek arbeitet erfolgreich mit Schulen zusammen. Schon im Vorschulalter werden Kinder mit der Bibliothek vertraut gemacht. Für die nächsten Altersstufen wird dargestellt was eine Bibliothek ist, und wie man sie nutzen kann. Unter dem Motto: Bibliothek „so funktioniert`s“ liegen Unterlagen an der Infotheke dazu aus.

Kennt Ihr auch die „klingenden Bücher"? Das ist eine ganz wunderbare Idee. Studenten vom Richard Strauss Konservatorium setzen Büchertexte in Musik um. Dazu kann man auch an der Infotheke mehr erfahren. Riesen Spaß gibt es auf der Kinder-Ritter-Burg. Diese ist auf der Bibliotheks-Internetseite unter KiRiBu zu finden. Überhaupt ist die Kinder- und Jugendbibliothek ein Juwel. Diese Bibliothek pflegt Themen und hält Bücher, die entweder aus der Aktualität verschwinden oder wenig gefragt sind, präsent. Zum Beispiel Umwelt. Guckt Euch um, was alles zu entdecken und zum Ausleihen ist.

Übrigens, ausgeliehene Bücher oder andere Medien können tagtäglich bis 23 Uhr, das heißt so lange das Gasteig auf hat, in die Rückgabe-Automaten gelegt werden. So kann einem geholfen werden, wenn die Ausleihfrist abzulaufen droht. Einfach Erwachsenen die Bücher mitgeben, die ein Konzert oder Veranstaltungen im Gasteig besuchen. Das ist cool, der nächste Besuch in der Kinder- und Jugendbibliothek kann dann entspannt angegangen werden.

Am Gasteig
Kinder- und Jugendbibliothek
Rosenheimer Str. 5
81667 München
Tel.: 089- 48098-3338
Mail:stb.kjb.kult@muenchen.de

©Steffi.M.Black 2013 (Text u.Bild)






Gasteig, Philatelistische Bibliothek  


Briefmarken sind eine großartige Erfindung. Auf kleine 2x3 cm können wir ferne Länder bereisen, ihre Schönheiten oder Geheimnisse kennen lernen, gar in Landes- oder Kulturgeschichte eintauchen. Für viele in der Generation unserer Ur-Großeltern war dies vielleicht der einzige Weg dazu.

Die Philatelistische Bibliothek im Gasteig ist die einzigartige und umfangreichste öffentliche Fachbibliothek für Philatelie und Postgeschichte in Europa. Wenn man Opas Briefmarkensammlung geerbt und das Gefühl hat, dass sie vielleicht nicht vollständig ist, oder sich fragt, zu welcher Zeit seine Sammlung gehört, kann man hier in den Katalogen nachschauen, und die Fragen bekommen Antworten

Interessant ist aber auch die Postgeschichte. Wer wissen will, welche Wegelagerer in früher Zeit Deals, heute würde man "Schutzgeld-Abkommen“ dazu sagen, mit Fürstentümern oder anderen Herrschenden gemacht haben, findet viel Material und Verträge dazu. So erfahren wir, wie die uns heute bekannten Postzustelldienste entstanden sind. Ja, die Verträge sind die Zeitzeugen, aus denen wir die Frühgeschichte des Beförderungs- und Verwaltungswesens kennen lernen. Spannend ist auch, was alles noch so zur Postgeschichte gehört: Erfindung der Briefmarke, die Postvereine, bis hin zum Telefon. Der Bestand der Bibliothek umfasst mit rund 56.000 Medieneinheiten in 43 Sprachen internationale Literatur über Briefmarken und Postgeschichte.

In der Bibliothek finden Sie einen nicht ausleihbaren Präsenzbestand der neuesten Fachbücher, Zeitschriften und Auktionskataloge, und im Freihandbestand kann man ausgewählte Literatur ausleihen und bis zu vier Wochen zuhause studieren. Wer auf dem Laufenden sein will, kann auch einen Online-Newsletter abonnieren, der alle drei Monate versandt wird. Über die EDV und den OPAC Katalog ist eine Fülle von Titeln zu recherchieren, die im Magazin jederzeit für Sie abrufbar sind.

Noch ein Tipp: Wenn Sie nicht vor Ort sind, also nicht hier in München sind und zum Gasteig gehen können, gibt es die Möglichkeit der Fernleihe.

Am Gasteig
Philatelistische Bibliothek
Rosenheimer Str. 5
81667 München
Tel. 089- 48098-3291
Mail:stb.phil.kult@muenchen.de

©Steffi.M.Black 2013 (Text u.Bild)






Giesing 



Stadtbibliothek Giesing

Ich war auf nach Giesing unterwegs, und dort angekommen, fiel mir die Musik vom Peter Jakobi, "I could cry vor lauta BLUUS", das Giesing Lied, ein:
„Giasing, Giasing! Wos hamms mit dir gmacht?“

Ja, damals wie heute ackern die Presslufthammer unerschrocken durch Giesing, und ein geschichtsträchtiger Stadtteil verändert sich. Immer diese Umleitungen in Giesing. Aber die Tekla Post und die Stadtbibliothek Giesing sind noch an ihrem alten Platz. Welch eine Freude, denn diese Stadtbibliothek war schon lange mein Ziel, steht da doch ein Schaukelpferd (gesponsert von Bücher & mehr e.V.), das ich gerne sehen wollte. Die verschachtelte Bibliothek macht das Suchen spannend. Ich musste erst durch ein paar Räume gehen, und dann fand ich auch das Schaukelpferd. Geduldig auf kleine Reiter wartend, stand es zwischen den Bücherkisten und Kinderstühlchen. In der Kinderecke, an Decke und Wänden, erkannte ich sofort den Maler Egor Tarapa aus anderen Stadtteilbibliotheken wieder, und ich freute mich, seine Tiermalereien zu sehen. Sie geben einem immer das Gefühl, endlich mal in dem Tierpark gehen zu sollen. Ach ja, welch ein Vergnügen, kommen Sie mit? Wir könnten auf den Spuren des hinreißenden Buches von Diana Hillebrand: „Paula die Tierpark-Reporterin, Abenteuer in Hellabrunn“ wandeln. Und machen somit ein Buch zur Live-Aktion.

In der Giesinger Bibliothek war was los, mitten in der Woche, früher Nachmittag. Die Stimmung machte Leselaune. Oder doch lieber mit Freunden abends „ein Spielchen machen“? Warum nicht, hat doch die Giesinger Stadtbibliothek einen riesigen Spiele-Bestand zum Verleihen, die Bücher könnten neidisch werden, aber sie sind doch zahlreicher. Es ist selbstverständlich geworden, dass in Stadtbibliotheken Hörbücher und Filme auf DVD zu leihen sind. Nun, besser das gehörte Wort genießen, als überhaupt nicht in den Genuss von Büchern zu kommen.

Aufruf an die Buben: wenn ihr euch völlig überraschen lassen wollt, leiht Euch in Giesing einen Rucksack aus. Unter dem Motto: lesen bis die Knochen klappern (brrr, hoffentlich nur die Knochen und nicht die Zähne) gibt es den blauen Rucksack randvoll mit Büchern. Und wir Mädels? Wir protestieren, wir wollen auch Rucksäcke vollgepackt mit Büchern, aber bitte ohne Knochen und Klappern.

Über 3 ½ Etagen ist so manches Buch in der Stadtteilbibliothek zu finden. Erkundigen Sie sich nach den Kinderprogrammen, die sind eine besondere Attraktion. Machen Sie mit beim Sommerlese-Club, oder fragen Sie nach, wann wieder die begehrten Wii-Nächte stattfinden.
Na denn, auf geht’s.

Münchner Stadtbibliothek Giesing
St.-Martin-Straße 2
81541 München
Tel.:089-189 31 29 -0
e-mail: stb.giesing.kult@muenchen.de

© Steffi.M.Black 2012 (Text u.Bild)






Hadern 



Stadtbibliothek in Hadern

Lesen unterm Glasdach.
Wie schade, dass die Stadtbibliothek in Hadern nicht nachts geöffnet ist. Ich stelle es mir sehr reizvoll vor, zu nächtlicher Stunde sich mit einem Buch in den 1. Stock zu verziehen, zwischen den Zeilen immer wieder in den Abendhimmel zu gucken, und sich dabei wohl zu fühlen.

Nun, da dies nicht möglich ist, genießen Sie das Lesen unterm Glasdach am Tag. Die moderne, streng und kühl gestaltete Bibliothek hat selbstverständlich den bekannten Service, den wir Benutzer der Münchner Stadtbibliotheken kennen und sehr schätzen. Hier gestaltet das Bibliotheksteam viele Veranstaltungen in Zusammenarbeit mit dem Verein „Kultur in Hadern e.V.“

Ich wollte wissen, was unter "Aperitif Veranstaltungen" zu verstehen ist, denn das Wort Aperitif hört sich sehr verführerisch an, und so ist es auch gedacht. Aperetif ist ein Infoprogramm in Zusammenarbeit mit der MVHS*. Einige Kurse kann man im Vorgeschmack erforschen, ob man an diesen teilnehmen möchte. Das Programmangebot macht es einem ganz schön schwer, sich für die eine oder andere Veranstaltung zu entscheiden, und in diesem Sinne ist eine Vorinformation ganz nützlich. Was man aber nicht verpassen sollte, sind die Literarischen Frühstücke. Eigens dafür werden Tische im großen Leseraum aufgestellt, und bei anregender Literaur wird gemeinsam gefrühstückt. Mit dem Stichwort Literaturfrühstück finden Sie auf der Webseite der Münchner Stadtbibliothek die Daten und weitere Veranstaltungsorte.

Die Stadtbibliothek Hadern hat wohl den schönsten Dachgarten der Münchner Stadtbibliotheken. Eine Insel mit dichten Sträuchern und schönen Bäume zwischen den Hochhäusern. Diese können aber der Idylle nichts anhaben. Nehmen Sie ihre Bücher und gehen hinaus. Entdecken Sie Ihren Lieblingsplatz je nach Sonnenstand und Jahreszeit. Und welchen Spaß haben wohl die Kinder in Hadern? Uff, da kommt der Ritter Rost, oder die Kuh Liselotte zu Besuch und noch so einige Spaßgenossen. Das Vorlese- und Kinderprogramm wird von den Bibliothekarinnen in Teamarbeit sehr liebevoll zusammengestellt, und die begeisterten Kinder sind der Dank für so schöne Vorlesestunden. Und ihr lieben Schüler aufgepasst, auch ihr kommt hier in Hadern nicht zu kurz, da wird einem ganz schön geholfen. In der Webseite unter dem Menü-Punkt Schule sind zu diesem Bereich und über Nachhilfe Infos mit einem Klick abzurufen. Oder einfach nachfragen, denn die netten Bibliothekarinnen wissen Bescheid, und helfen weiter.
* Münchner Volkshochschule

Münchner Stadtbibliothek Hadern
Guardinistraße 90
81375 München
Tel.: 089-18937990
Mail:stb.hadern.kult@muenchen.de

© Steffi.M.Black 2012 (Text u.Bild)






Hasenbergl 



Kulturzentrum 2411

Inspirierend.
Dieser Slogan begrüßt alle Benutzer der neuen Stadtbibliothek Hasenbergl. Pardon, korrekt heißt es: Kulturzentrum 2411, U-Bahn Station Dülfer Straße. In diesem Kulturzentrum ist die neue Münchner Stadtteilbibliothek Hasenbergl/Hart eingerichtet worden. Die Eröffnung war im Oktober 2012, wuff, imposant.

Beeindruckt steht man vor der eleganten, weißen Häuserfront. Ja, dieser Stadtteil mausert sich. Längst sagen sich hier Hase und Fuchs nicht mehr Gut Nacht, und Glasscheiben gehen schon lange nicht mehr zu Bruch, denn in den 70er Jahren gehörte das Hasenbergl zu den ersten, die einen tollen Abenteuer-Spielplatz hatten. Engagierte Bürger, Lehrer und Ärzte waren die Vorreiter, die soziale und kulturelle Institutionen in diesen Stadtteil brachten.

Jetzt ist ein neuer attraktiver Treffpunkt – das Kulturzentrum 2411 - entstanden. Einen täglichen Bibliotheksablauf ist allen Bibliotheksbenutzern bekannt, wie es anders im KuZen 2411 auch nicht zu erwarten ist, und doch: innen in den Räumen wandelt man durch breite Reihen, Mütter mit Kinderwägen können ungestört an den Buchreihen entlang gehen. Computer, Medien und andere technische Nutzungsmöglichkeiten sind vorhanden. Es gibt stille Sitzecken, in denen man sich mit dem alterwürdigen Medium Buch beschäftigen kann.

Im 1. Stock finden Jugendliche für sich ein neuen Treffpunkt, bei dem alle „Nerds“ neidisch werden könnten. Das Programmangebot der Münchner Stadtbibliotheken heißt nun:„Up date für jung & erwachsen“ Beleuchtete Regale in Form von Smartphons, gespickt mit unterschiedlichsten Medienmaterialien ist das neue Qutfit. In modernsten Hartgummi-Sesseln können die 16 – 25 jährigen ihre Freizeit genießen und hier ihre Freunde treffen. Das Angebot ist dynamisch und vielseitig. Eins dieser Angebote verspricht, dass man zocken kann. Was wohl damit gemeint ist? Informieren Sie sich. Die Programminfos finden Sie unter www.muenchner-stadtbibliothek.de

Münchner Stadtbibliothek im Kulturzentrum 2411
Blodigstrasse 4
80933 München
Tel.: 089- 5505988-31
Mail: stb.hasenbergl.kult@muenchen.de

© Steffi.M.Black 2012 (Text u.Bild)






Isarvorstadt 



Stadtbibliothek Kapuzinerstr.28

Es ist immer wieder ein Vergnügen, sich in einer guten Bibliothek aufzuhalten. Da gibt es Bibliotheken, die eine gedämpfte Geräuschkulisse haben, und trotzdem spürt man die Power der Benutzer.

Das hab’ ich in der Stadtbibliothek Isarvorstadt erlebt. Im kolossalen Gebäude des Arbeitsamtes in der Kapuzinerstrasse hat dort auch die Stadtbibliothek ihre Adresse. Vom lauten Durchgangsverkehr ist drinnen nichts zu hören. Die grünen Regale sind mir gleich angenehm aufgefallen, samt ihren ausführlichen Beschriftungen. Tolle Bereiche sind in dieser Bibliothek zu finden. Sie brauchen nicht in die Sterne gucken, das „Weltall“ ist gut sortiert und die Bücher sind erreichbar.

Oder wollen Sie englisches Flair genießen? Gehen Sie zur „Englisch Corner”, and please take a seat and help yourself with books. Incredible, der Union Jack an der Wand, und Big Ben gibt Ihnen Zeit.

Ich aber, als Sprachuntalent, schnappe mir Bücher in deutscher Sprache und verziehe mich in die wunderbare Leseecke, und kuschele mich in einen der roten Ledersessel. Herrlich, Wohnzimmer-Atmosphäre kommt auf, und die originelle Leselampe aus Bücherstapeln ist so very crazy. Herr Tarapat, wie heißt Ihre Lampe, und ist sie zu kaufen? Ich vermute, so wie der Künstler Egor Tarapat in den Münchner Stadtbibliotheken die Kinderecken individuell gestaltet hat, und diese Darstellungen sind alle Unikate, wird wohl diese Leselampe es auch sein. Schade.
In der Isarvorstadt Stadtbibliothek haben die Kinder Besuch von Pippi Langstrumpf (Wandgestaltung von Egor Tarapat), und in den Kuschelkissen ist das Entdecken von Geschichten und Büchern ein Kinderspiel. Das Kopierer und Kaffeeautomaten von den Arbeitsamtsbesuchern in der Wartezeit benutzt werden, sei ihnen verziehen, denn bestimmt nehmen sie aus den Augenwinkeln die Bücher wahr, die beim nächsten Besuch vielleicht zum Ziel werden können.

Münchner Stadtbibliothek Isarvorstadt
Kapuzinerstr.28
80337 München
Tel: 089-54 54 178-0
Mail:stb.isarvorstadt.kult@muenchen.de

© Steffi.M.Black 2012 (Text u.Bild)






Juristische Bibliothek 



Juristische Bibliothek

Ist er nicht fantastisch, dieser ehrwürdige Salon?
Es ist die Juristische Stadtbibliothek, und sie gehört zu den 28 Stadtbibliotheken der Stadt München. Ganz im Verborgenen und im Schutze des Rathauses am Marienplatz. So mancher Leser wird sich fragen: "Was, am Marienplatz? Nie gesehen!"

Stimmt, verehrte Leserinnen und Leser von Bücher & mehr e.V., denn diese ist ja auch im 3. Stock im Rathaus, für alle Interessierten zugänglich, doch bevorzugt aufgesucht von Jurastudenten, die dort ihren Jurastoff finden. Sollten Sie aber das eine oder andere Gesetz nachschlagen oder auch Urteile der Justiz einsehen wollen, finden Sie in diesen historischen und heiligen Hallen der Jurisprudenz der Stadt München das gesuchte Buchmaterial. Ausleihe ist in diesem Fall nicht möglich.

Doch wer weilt nicht gerne in so viel Schönheit und lässt den Geist einer „alten Zeit“ auf sich wirken. In Wikipedia ist die ganze Historie der Bibliothek, und somit auch ein Stück Stadtgeschichte, nachzulesen.

Juristische Bibliothek im Rathaus
Rasthaus
Raum 367
Marienplatz 8
80331 München
Tel.: 089-233-92709
e-mail: stb.juristische.bibliothek.kult@muenchen.de

© Steffi.M.Black 2012 (Text)






Laim 


Sehr beeindruckend wirkte auf mich ein Bau in der Nähe U-Bahn Laimer Platz. Obwohl innen an der Decke Röhren quer durch die Räume ziehen, ist die Atmosphäre gediegen und sehr sympathisch. Hier ist zu spüren, wie angenehm moderne Architektur auch sein kann. Wo? In der Münchner Stadtbibliothek in Laim auf der Fürstenriederstrasse 53.

Ich war sehr angetan von der großen Fensterfront parallel zum Lesegarten, in dem eine große Statue steht. Unter der Obhut dieser Bronzestatue, nennen wir sie „der Leser“, der Künstler ist Lothar Fischer, fühlt man sich beschützt, denn vom Lärm der großen, lauten Fürstenriederstrasse ist kaum etwas zu hören. Dieser Lesegarten ist Idyll und Oase zugleich. Selbst der Winter verstärkt nur den Wunsch, ab Frühjahr hier wandeln zu wollen, natürlich mit Büchern.

Diese Bibliothek in Laim ist eine der großen unter den Münchner Stadtbibliotheken. Modern und zeitlos. Innen in den Räumen, an der Fensterfront entlang, gleichen die Lese- und Arbeitstische einem Lesesaal, und das Tageslicht macht alles hell und freundlich. Das Bücher- und Medienangebot ist top. In Laim ist die anspruchsvolle Literatur sehr gefragt, und gefreut hat mich, das Buchregal mit der Kategorie „Schicksale“ und das Regal „Biographien“ entdeckt zu haben. Ebenso das Regal mit Großdruck-Büchern, denn dieses Leseklientel wird oft vernachlässigt. Und während des Jahres sind immer auch Oster- oder Weihnachtsbücher präsent. Auch die Abteilung Heimat- und Mundartbücher macht auf ihre Geschichten neugierig.

Wie finden Sie das: Der Bär verspürt an manchen Tagen ein rätselhaftes Unbehagen. Fabelhaft, diesen Spruch fand ich im Regal „Gedichte“. Originell ist auch die Plakatwand in der Kunstabteilung, die an eine Litfaßsäule erinnert. Passend zu den Kunstbüchern gibt es Hinweisplakate zu Ausstellungen und anderen Kulturereignissen in München. Oder Sie begutachten den Thementisch, der von dem engagierten Bibliotheksteam ausgewählt und gestaltet wird. Übrigens, der hübsche Tisch wurde durch Sie von Bücher & mehr e.V. gesponsert. Wenn das alles an Infos nicht reicht, setzen Sie sich doch an den originellen Lesetisch mit den Schachbrettintarsien und lassen Ihren Blick in den Lesegarten schweifen.

Münchner Stadtbibliothek Laim
Fürstenriederstr. 53
80686 München
Tel.: 089- 1273733-0
Mail:stb.laim.kult@muenchen.de

©Steffi.M.Black 20123 (Text u.Bild)






Maxvorstadt 


Die LeserInnen in der Maxvorstadt haben in der Augustenstraße eine kleine Stadtbibliothek, aber eine mit zwei Etagen.

Eigentlich fällt sie von außen nicht unbedingt auf, die Bibliothek, denn sie ist in der quirligen Augustenstraße zwischen den Geschäften und Cafes eingefügt, und die Bäume machen den Standplatz heimisch. Das finden wohl auch die BesucherInnen, denn die kleinen Lese-Nischen an den Fenstern mit dem tollen Blick auf die Augustenstraße sind immer voll besetzt. In der unmittelbaren Nachbarschaft der berühmten Pinakotheken sind die Maxvorstädtler gut dran.
Diese Stadtbibliothek ist klein, aber fein sortiert.

Der Künstler Egor Tarapat hat speziell für die Augustenstraße unter dem Motto: “Form und Farben“ schöne kräftige Formfiguren, die sich wie ein Band durch den Kinderbuch-Bereich ziehen, auf die Wände gemalt. Von Egor Tarapat sind auch schöne Tiergemälde in der Stadtbibliothek Allach-Untermenzig. Die Bilder machen soviel gute Laune: überzeugen Sie sich selbst.

Und ist es nicht super, diese Bibliothek hat ein Schülerkabinett. In der separaten Lounge treffen sich SchülerInnen zum gemeinsamen Lernen, und ich hoffe, es geht über das Lernen hinaus, denn der Duft der Druckerschwärze muss Wirkung haben. Wozu sonst die vielen Bücher, die einem so viel geben können.

Jugendliche in die Bibliotheken zu holen ist mittlerweile eine hohe Kunst. Das Angebot steht in Konkurrenz zum Internet und zu Computerspielen. Deshalb denkt die Leitung der Stadtbibliothek auch nach, Angebote für Jugendliche attraktiver zu machen. Mir hat das alles gefallen.

Welch ein Glück, dass sich doch die vielen Stadtbibliotheken der Stadt München in ihrer Gestaltung unterscheiden. So fand ich ein Regal mit der Aufschrift: "bewährte Unterhaltung". Hmm. Bitte, das Frauenbuch-Regal ist auch zu beachten. Sie wissen ja, dass Sie mit einem gültigen Bibliotheksausweis in jeder Stadtbibliothek Bücher ausleihen können, nur, diese Bücher müssen dann auch wieder dorthin zurück gebracht werden.

Münchner Stadtbibliothek Maxvorstadt
Augustenstraße 92
80798 München
Tel.: 089-52 56 85
Mail:stb.maxvorstadt.kult@muenchen.de

© Steffi.M.Black 2012 (Text u.Bild)






Milbertshofen 


Das Vorlesen der Lesefüchse in der Bad Soden Schule in Milbertshofen war zu Ende. Lautstark teilten mir die Kinder mit, dass es auch noch anderes gibt, wie zum Beispiel Fußball spielen, und schon stürmten die Buben, die Erst- und Zweitklässler, aus der Schule nach Hause. In den 50iger Jahren nannte man die Kids: i-Männchen. Still sein und Zuhören will noch gelernt sein.

So radelte ich in die Schleißheimerstraße zur Stadtteilbibliothek Milbertshofen. Unglaublich, Milbertshofen soll älter sein als München. Der kalte und sonnige Wintertag macht die triste Schleißheimerstraße nicht schöner, und als ich die Stadtteilbibliothek betrat, glaubte ich zuerst in einem Plattenladen geraten zu sein.

Eigentlich meine ich einen CD Laden. Riesige Tische mit vielen CDs waren der erste Eindruck. Wo sind die Bücher? Ich bin doch in einer Bibliothek. Ah ja, einfach weitergehen, da sind sie schon, und ich staunte nicht schlecht über das Bücherangebot. Unter anderem ist James Joyces Werk Ulysses in Englisch zu finden. Das Nachbarregal war voll mit Büchern in türkischer Sprache, und in etwa konnte ich ahnen, dass einige türkische Titel auch ins Deutsche übersetzt worden sind.
Ich ging weiter durch den Raum, und war überrascht vor einem Bücherregal zu stehen mit der Aufschrift: Präsenzbestand – nicht entleihbar. Da steht doch der gute alte Brockhaus gebunden in Wort und Schrift und für jeden zugänglich, der nicht sein Wissen aus dem Internet und Wikipedia beziehen will.

Ein gut aufgestelltes Buch fiel mir auf mit Titel: Wie war das noch mal? Lernen, vergessen und über die Alzheimer Krankheit, Autor Markus Weih. Ist doch diese Krankheit immer wieder in den Schlagzeilen und lässt uns fürchten. Aufklärung tut Not. Also ins Buch gucken und das Beste für sich ´raus holen. Oder die Bibliothekarinnen nach weiteren Titeln fragen. Es gibt gute Romane oder Biographien, in deren Geschichte der Alzheimer ein Mittelpunkt ist, und wie er das Leben veränderte. Die Geschichten sind durchaus nicht immer mutlos.

Ja und dann gab es das eine oder andere schöne Buch, das ich schon immer lesen wollte. Ein Blick durch die Bücherregale gewagt, sah ich ein schönes Bild. Ein kleine Gruppe von Erst- oder Zweitklässlern saßen in einer hübschen und gemütlichen Ecke mit Kissen und Kuscheltiere und hörten einer Lesefüchsin zu. Einmal die Woche gibt es in vielen Stadtteilbibliotheken Münchens Vorlesestunden vom Verein: Lesefüchse e.V. Das versöhnte mich sehr mit dem erstender kahlen Eindruck beim Hereinkommen.

Münchner Stadtbibliothek Milbertshofen
Schleißheimer Str. 340
80809 München
Tel.: 089-189378590
Mail: stb.milbertshofen.kult@muenchen.de

© Steffi.M.Black 2012 (Text)






Monacensia 


Die Monacensia ist ein Juwel der Münchner Stadtbibliotheken. Auf dem Isarhochufer, gleich hinter dem Friedensengel in der Maria-Theresia-Straße 23. Einen schöneren Ort hätte man nicht finden können. In der Künstlervilla des Bildhauers Adolf von Hildebrand aus dem 19. Jahrhundert leben Kultur und Geschichte durch die Monacensia weiter. Erinnere ich mich doch noch gut daran, wie Anfang der 70er Jahre die Villa ziemlich ramponiert war, und an die Sorge, was geschieht mit diesem Prachtbau.

Sorgen vorbei – Freude groß.
München hat sein literarisches Gedächtnis. Seit 1977 haben die Monacensia Sammlung und die Handschriftenabteilung der Städtischen Bibliotheken Münchens einen festen Sitz am Isarhochufer. Die Liste der Autoren ist lang, und der Bestand der Sammlungen und Nachlässe, sowie Bildmaterialien und Autographensammlung sind einmalig. Alles, was bayerischen oder münchnerischen Ursprung hat, wird in der Monacensia gesammelt und archiviert. Das Literaturarchiv, Exilnachlässe und Dokumente machen aus einem Besuch in der Monacensia ein dichtes Geschichtserlebnis. Forschen Sie nach den Schätzen des Literaturarchivs. Wechselnde Ausstellungen von Werken und Darstellungen von Münchner Schriftstellern sind voller Überraschungen. Auffallend sind die vielen Frauenbiographien im Gegensatz zu sonstigen Künstlerbiographien.

Das ist ein interessanter Ort für die Freunde der bayerischen Literatur. Oder für eigene Nachforschungen über München. In der Monacensia können sie tätig werden und auch dem Bibliotheksteam die kuriosesten Fragen zu München stellen. Noch stehen sie da, die herrlichen Karteikästen mit zig Notizen und Informationen. Alphabetisch in dieser Anordnung und oben drauf leuchten die alten Bibliothekslampen. Ab Mai 2013 wird die Monacensica saniert und ihr Gedächtnis „digitalisiert“. Die Benutzer und Liebhaber papierner Bibliographiersysteme werden sich umstellen müssen. Ein Vorgeschmack sind die Tagebücher von Klaus Mann. Sie umfassen 3479 Seiten, die man in Originalgröße digital unter www.monacensia-digital.de aufruft, per Mausklick auf den häuslichen Bildschirm zaubert und liest - wenn man denn Klaus Manns Handschrift entziffern kann. Dabei kleckern garantiert keine Kaffeeflecken mehr auf die Seiten, und man kann hin- und herblättern, ohne Eselsohren zu hinterlassen. Scherz: dieses Pech konnte letztmals den Archivaren widerfahren, die die Tagebücher eingescannt haben. Jetzt aber können wir bescheidene Leser umstandslos an Werke kommen, die vor der Digitalisierung der Öffentlichkeit kaum zugänglich waren.

Genießen Sie noch ein paar Monate die althergebrachte Archiv-Atmosphäre. Genießen Sie auch noch die Lena Christ Ausstellung (Autorin des Romans „Erinnerungen einer Überflüssigen“). Die Ausstellung vermittelt eine sehr persönliche und sympathische „Überflüssige“. Schauen Sie bei den Videoinstallationen die Aufhängung der Kopfhörer an. Erinnern diese doch an jenen Nagel, an dem Karl Valentin seinen Beruf hängte und Volkssänger wurde (zu sehen im Karl Valentins-Musäum). Welch’ eine hübsche Idee der Ausstellungsmacher.

Natürlich sind auch Bücher da: über 130.000 Titel. Die Präsenz-Bibliothek ist öffentlich und auch ohne Bibliotheksausweis zu benutzen. Die Sanierung der Monacensia wird ein neues und attraktives Bibliotheks-Konzept mit sich bringen. Lassen wir uns überraschen.

Monacensia-Bibliothek
Maria-Theresia-Str. 23
81675 München
Tel. 089- 41 94 72 14

© Steffi.M.Black 2012 (Text u.Bild)






Moosach 



Sitzsäcke in Harmonie

"Endstation Leselust" sagt die Webseite der Münchner Stadtbibliothek Moosach, und schon sinken sie dahin, Jung und Alt, in diese gemütlichen und plüschigen Sitzsäcke (gesponsert von Bücher & mehr e.V.). Mittlerweile liegt die lichtdurchflutete Stadtbibliothek an der Hanauer Str./Ecke Pelkovenstr. an einem Knotenpunkt für den MVV, und ist keine Endstation mehr. Die Besucher fallen direkt von der U-Bahn-Station Olympiaeinkaufszentrum oder von der Bushaltestelle in die Bibliothek.

Seit 25 Jahren gehen die Moosacher und viele andere Besucher hier ein und aus. In dem großen Raum ist der Lesesuchende nicht verloren. Alles ist ebenerdig. Wer nicht mitten im Raum unter dem Glasdach sitzen möchte, verdrückt sich einfach dezent an die Lese- oder Arbeitstische mit dem Blick ins Grüne. Oder schaut sich die (wechselnde) Bilderausstellung an.

Mich traf aber der Blitz: im Kinder/Jugendbuch-Regal steht sichtbar mit Cover nach vorne ein Buch, das mir vor ca. 50 Jahren eine Bibliothekarin in die Hände gedrückt hatte und mich bat, dieses zu lesen. Der Titel "Damals war es Friedrich" von Hans-Peter Richter.
Ich bin so gerührt, diesen Titel wieder zu sehen, und ich freue mich sehr, dass dieses Buch über den Antisemitismus nicht untergegangen ist. Die Meinungen über dieses Buch sind bis heute geteilt, aber wie heißt es so schön: nur durch eigenes Lesen bilde ich mir eine Meinung.

In der Moosacher Bibliothek ist noch jede Menge anderes los. Zum Beispiel wird der Leseraum flugs in einen Theaterraum verwandelt und die HörerInnen gleich mit, wenn Kabarett-Aufführungen oder szenische Lesungen stattfinden.

Verschiedene ehrenamtliche VorleserInnen tragen auch zur Atomsphäre bei. Die einen lesen Märchen vor und machen diese durch Handpuppenspiel ganz schön lebendig. Oder es gibt den Tag, der heißt: „selber denken macht Spaß“. Kinder hören Geschichten zur und über Philosophie und reden dann munter mit dem (ehrenamtlichen) Vorleser darüber. Das Kulturprogramm der Bibliothek ist sehr engagiert und vielseitig. Sie wissen ja: auch der Kopf hat Hunger.

Müncher Stadtbibliothek Moosach
Hanauer Straße 61 A, Ecke Pelkovenstraße
80992 München
Tel.: 089-30 90 54 79-0
Mail:stb.moosach.kult@muenchen.de

© Steffi.M.Black 2012 (Text u.Bild)






Neuaubing 


Endlich war er da, der Spieleabend in der Stadtteilbibliothek Neuaubing. Die neuen, schönen und atmosphärischen Räume dieser Bibliothek machen es den Bewohnern Neuaubings schmackhaft, Bücher auszuleihen. Doch an diesem Abend wurde nicht aus Büchern vorgelesen, sondern es fand ein Spieleabend mit der von Bücher & mehr e.V. gesponserten Wii-Konsole statt, und da kamen die Kinder ins Schwitzen. Der Andrang war groß, doch durften (aus Sicherheitsgründen) nur 16 Kinder dabei sein.

Damit aber nicht nur die Technik die Sinne der Kinder und Jugendlichen strapazierte, war ein Sportwissenschaftler dabei und machte mit den Jugendlichen Sport im "Real Life". Toll, und das in den heiligen Hallen einer Bibliothek.

Alle, die noch auf Kriegsfuß mit Wii stehen, sollten in eine der Stadtteilbibliotheken gehen und sich selbst davon überzeugen, wie gut oder nicht gut so ein imaginäres Spiel ist. Die Wii-Station geht auf Wanderschaft und wird auch an anderen Stadtteil-Bibliotheken ausgeliehen. Bitte fragen Sie bei Bedarf in der Stadtbibliothek Neuaubing an, wo sich zur Zeit die Wii-Konsole befindet.

Münchner Stadtbibliothek Neuaubing
Radolfzeller Str. 15
81243 München
Tel. 089-17 95 98 90
Mail:stb.neuaubing.kult@muenchen.de

© Steffi.M.Black 2012 (Text u.Bild)






Neuhausen 



Gewölbe-Halle

Auf der langen Nymphenburger Strasse war ich unterwegs zur Stadtbibliothek Neuhausen, hin zum „Neuhauser Trafo“. Diese neue moderne Bibliothek wurde 2010 eröffnet und ist mittlerweile ein Mittelpunkt in Neuhausen. Im Gehen hoffte ich sehnsüchtig, endlich das rot-blaue Logo der Stadtbibliothek zu sehen. Dieser gediegene rot-blaue Schriftzug ist ein sicherer Orientierungspunkt für die Bibliotheksbesucher. Aber da war keiner zu sehen, auch nicht am Gebäude selbst. Das typische Zeichen der Münchner Stadtbibliotheken, stadtweit, würde, wie ich meine, der klassischen strengen Fassade einen attraktiven und markanten Punkt geben. Ist es schlicht vergessen worden? – Die Nachfrage in der Bibliothek ergibt: Es waren die Architekten, die das Stadtbibliotheks-Logo an ihrer Fassade aus gestalterischen Gründen ablehnten – und die Oberhand behielten. Deshalb musste außen am Gebäude der Stadtbibliothek Neuhausen auf das Signet verzichtet werden. Ein seltener Triumph individueller Gestaltung über die heutzutage so hoch gehängte Verpflichtung zur „corporate identity“. Ob dann innen noch eine richtige Münchner Stadtbibliothek ist?

Nun, hinein ins Gebäude und die Neuhauser Stadtbibliothek erkunden. Die vier Stockwerke sind auch mit dem Lift zu erreichen. Der Wandel von der alten Bibliotheksstruktur hin zum Medienzentrum ist in Neuhausen erlebbar. Wann werden Bücher als Besonderes in Schaukästen ausgestellt werden, oder die Benutzer müssen weiße Handschuhe anziehen und sind entzückt festzustellen, dass das auf dem E-Book Gelesene auch einen „Macher“ hat, die Schriftstellerzunft.

Liebe Freunde von Bücher & mehr, liebe Leserinnen und Leser, wir nutzen doch sehr gerne und mit großer Freude von zu Hause aus den OPAC* Katalog, um zu sehen, ob das gewünschte Buch vorhanden ist, oder in welcher der 24 Münchner Stadtbibliotheken es zu Ausleihe steht. Der technische Fortschritt macht keine Pause. Ist doch cool, abends beim Spaziergang oder nach dem Sonntagsfrühstück die geliehenen Bücher in den Ausleihautomaten zu stecken, ohne Schlange stehen zu müssen. Ach, und das Vergnügen, papierlos in einer Bibliothek zu fotokopieren, da gleich alle Kopien auf einen USB Stick geladen werden können.

Das zweite Oberschoß der Bibliothek ist ganz den Kindern gewidmet. Zwischen den lustigen und schönen Buchregalen mit orientalisch anmutenden Kindersitzen ist das Angebot vom klassischen Bilderbuch zu Kindersachbüchern groß, über Medien bis hin zur Kindersoftware und einem OPAC Internetplatz für Kinder. Wow, früh übt sich, wer ... Die Kinder, die ich im zweiten Stock gesehen habe, waren quietsch vergnügt.

Nebenbei kann man auf dem schwarzen Brett sich mit Infos aus der Nachbarschaft versorgen. Vielleicht lieber auf den Lesebalkon gehen und in Ruhe die Auswahl der Bücher studieren? Oder nutzen Sie den Saal auf der Empore mit der gewölbten Decke. Durch sie ist das Trafogebäude* noch teilweise erkennbar. Liebevoll wird von der Gewölbe-Halle gesprochen. Der Buchbereich Weltgeschichte mit deutscher und bayrischer Geschichte passt gut dort hin. Alle Arbeitsplätze auf der Empore haben WLAN Zugang.

Noch was, ist Ihnen die riesige Ausstellungsfläche aufgefallen? Klar, denn an den Wänden steht kein Buchregal und keine Heizung. So können große oder kleine Werke ausgestellt werden. Die Idee, diese Wände von vornherein so als Galerie zu nutzen, vereint großartig Bücherflair mit Künstlerglück. Die Bibliotheksleitung in Neuhausen engagiert sich sehr für ihre Benutzer. Das Untergeschoss gleicht einem Arbeitsraum, und dieser Eindruck ist richtig. Hier finden Gruppenschulungen an den Internet-Arbeitsplätzen statt, die von den Bibliotheks-Kollegen konzipiert, organisiert und ausgeführt werden. Diese finden großen Anklang im Stadtviertel. Das ist eine besondere Form von Klassenführungen. Guten Anklang findet auch die Zusammenarbeit mit der VHS, dem Alten- und Service-Zentrum und der Geschichtswerkstatt Neuhausen.
Alle unter dem selben Dach. Ja, in der Nymphenburger Str.171 finden Sie geballte Bürger-Kultur.

Ich wünsche Ihnen vergnügliches Lesen, und bis zum nächsten Mal
grüßt Sie herzlich Ihre Steffi M. Black u. Uli Chaussy von Bücher & mehr e.V.

* OPAC: Online Public Access Catalog.
* 1928 entstand eine Batterie-Station mit Trafohaus für die E-Werke mit diesem Tonnengewölbe.

Münchner Stadtbibliothek Neuhausen
Nymphenburgerstr. 171 A
80634 München
Tel.: 089-233 82450
E-mail: stb.neuhausen.kult@muenchen.de

© Steffi.M.Black u. Uli Chaussy 2012 (Text u.Bild)






Neuperlach 


Neuperlach habe ich mit der U-Bahn erreicht. Diesmal hatte ich Glück, und das vertraute Logo der Münchner Stadtbibliotheken führte mich auf den richtigen Weg. Im Schatten des PEP gibt es eine Oase, und das ist die Stadtbibliothek. Wer sich mit Kulturinformationen versorgen will, findet die Flyer gleich am Türeingang; geht man aber weiter, ist man auch schon mittendrin in einer neugestalteten Bibliothek.

Der erste Blick bleibt an der riesigen Theke mit digitalen Medien hängen. Hörbücher, DVDs, Spiele sind das Eingangstor zu dieser Stadtbibliothek. Ich halte Ausschau nach den Büchern, da sehe ich die Regalform wieder, wie ich sie vor kurzem in der Stadtbibliothek im Hasenbergl gesehen habe. Diese sehen aus wie Smartphones. Hell und durchsichtig stehen sie da und machen mich neugierig, was drin ist. Die Präsentationsflächen sind voll mit digitalen Medien.

Die Zukunft der Bibliotheken ist durch die Digitalisierung unauffällig im Wandel. Dass das Selbstverständnis und die Wiedererkennung von Stadtbibliotheken durch modernes Design und Corporate Identity neue Wege findet, ist für den äußerlichen Charakter eines Unternehmens, so auch für die Münchner Stadtbibliotheken, von Nutzen, aber auch innen gehen wir Benutzer mit der Zeit.

Das neu gestalte Konzept update - Bibliothek für junge Erwachsene ermuntert junge Leute zwischen 15 und 26 Jahren mit den vielseitigen Medien, Veranstaltungsangeboten und kreativen Workshops, die Bibliothek zu ihrem eigenen Treffpunkt zu machen.

Das Bibliotheksteam geht auf die Stadtteilsituation in Neuperlach ein. Die Schulen arbeiten mit der Bibliothek sehr gut zusammen. Familien mit Kindern finden besondere Angebote. Kennen Sie die Buchtester aus Neuperlach? Da können alle mitmachen. Die Buchtester stellen spannende oder abenteuerliche Kinderbücher vor. Begehrt sind auch die Krimis zum Hören, die von Schülern aus der Grundschule geschrieben wurden.

Je nach Programm verwandeln sich die Bibliotheksräume ganz schnell in ein Kino, Seminarraum, oder gar in ein Theater. Wenn noch die Wii-Station in Neuperlach einzieht, werden die Kinder und Jugendlichen das Team auf Trapp halten. Schauen Sie in das Programm der Stadtteilbibliothek Neuperlach, bestimmt ist etwas unerwartetes für Sie dabei.

Münchner Stadtbibliothek Neuperlach
Charles-de-Gaulle-Str. 2
81737 München
Tel.: 089-18 93 68 0
mail:stb.neuperlach.kult@muenchen.de

© Steffi.M.Black 2012 (Text u.Bild)






Obergiesing 


Giesing kennt jeder, aber waren Sie schon mal in der Obergiesinger Stadtbibliothek? Sie ist ein Teil des Anton Fingerle Bildungszentrums und hat eine wichtige Aufgabe: den Geist des Denkens und Lernens in Schwung zu halten. Zur Zeit begrüßt sie aber im Parterre der charmante Mister Coolman, Ein Papp-Cowboy, der zum alljährlichem Sommerleseclub einlädt. Ja, bald sind die Sommerferien im Gange und die Obergiesinger überlegen heftig, welche Bücher sie noch ausleihen wollen, oder welche Titel auf die Warteliste kommen. Mir ist das große Regal mit den vielen DVDs für Kinderfilme aufgefallen, und es gibt in Obergiesing auch sehr viele Hörbücher. Na, ist das nichts, wenn die Auswahl der Bücher es einem schwer macht?

Viele Benutzer der Obergiesinger Stadtbibliothek nutzen auch in der Ferienzeit ihre Bibliothek zum Sommerstudium. Die knalligen gelben Dreiecksschilder, die wie Mobiles von der Decke hängen, sind nicht zu übersehen, denn ihr sanftes Schwingen über den Bücherbereichen vermeldt: hier, hier, in diesem Regal ist das Buch, das gesucht wird. Die vielen Sitzecken machen es auch fußkranken Lesern leicht, in den Regalen zu stöbern.

Schülerinnen und Schüler können Lernhilfen zu sämtlichen Fächern finden. Die Nachfrage ist groß und das Angebot wird sehr geschätzt.. Eine hauseigene Studienbibliothek für Schüler und für ihre Lehrkräfte ist im Obergeschoss untergebracht. Gehen Sie mal in den 1. Stock der Bibliothek hinauf, und denken sich, Sie sind bei einer der nächsten großartigen Veranstaltungen oder Vorträge dabei. Zweihundert Hörer haben im ersten Stock Platz, da entsteht sehr schnell eine Hörsaal-Atmosphäre, und das gibt ein gutes Gefühl dabei zu sein.

Wenn Sie sich weiterhin nicht entscheiden können, welches Buch für heute zum Ausleihen in Frage kommt, legen Sie sich in die wunderbare Peddigrohr-Liege, über Ihnen die Palme, und die Entscheidung wird Ihnen leicht fallen.

Münchner Stadtbibliothek Obergiesing
Schlierseestr. 47
81539 München
Tel.: 089- 233 438 36
Mail: stb.obergiesing.kult@muenchen.de

© Steffi.M.Black 2012 (Text u.Bild)






Pasing 


Wieder einmal war ich froh über das Logo der Münchner Stadtbibliotheken, das mir beim Durchfragen am Pasing Bahnhof den richtigen Weg zeigte. Das wuselige Pasing bringt so manche Bürger auf die Beine, und in diesem Jahr 2013 feiert die Gemeinde Pasing sogar 1250 Jahre Stadtgeschichte. Das wird ein großartiges Stadtfest. Bis allerdings ab April 2013 die Pasinger und ihre Gäste den Geburtstag feiern, ist noch allerhand zu tun.

Ausstellungen werden an verschiedenen Orten in Pasing zu finden sein. Nicht nur das heutige Pasing soll gezeigt werden, auch die Geschichte, wie etwa die Zeit des 3. Reiches in Pasing, ist in Ausstellungen ein Thema. In „jedem Winkel“ wird in Pasing was los sein. Auch die Pasinger Stadtteilbibliothek ist an den Feiern beteiligt. Die Pasinger Stadtbibliothek ist eine der großen Bibliotheken unter den Münchner Stadtbibliotheken. Über vier Stockwerke breitet sich das Bücherangebot zum Schmökern, Lernen und Lesen aus. Wer da nichts findet, dem glaub’ ich nicht. Selbst die Flohmarktkiste ist doppelt so groß wie sonst in den anderen Bibliotheken.

Das Pasinger Bibliotheksteam besteht aus 18 Mitarbeitern. Das Team kennt sich bestens aus. Wir Leser finden uns mit der Zeit durch, wenn man regelmäßig in seine Stadtteilbibliothek geht, doch geschultes Personal brauchen wir Benutzer irgendwann für die eine oder andere Frage, und dann sind wir dankbar, sie zu haben und nicht alleine gelassen zu sein.

Was gibt es noch? Zum Beispiel Krabbelspaß und Kaffeeduft. Nee, gehört natürlich nicht zusammen, aber das erste ist ein Vergnügen für die Kleinsten, und der Kaffeeduft für uns große Leser. Für Kinder zwischen 9 Monaten und 2 Jahren gibt es einmal im Monat Krabbelstunden in der malerischen Kinderecke. Der Künstler Egor Tarapat hat Pasinger Stadtmotive mit bekannten Literatur-Figuren zusammengebracht, und so eine großartige Wandkulisse für die Kinderecke geschaffen. Den Kaffeeduft verströmt der Kaffeeautomat mit seinen vielen, intensiven Kaffeesorten.

Münchner Stadtbibliothek Pasing
Bäckerstr. 9
81241 München
Tel.: 089- 233 37265
Mail:stb.pasing.kult@muenchen.de

© Steffi.M.Black 2013 (Text u.Bild)






Patienten-Bibliothek Schwabinger Krankenhaus 



Patienten-Bibliothek

Liebe Leserinnen und Leser von Bücher & mehr,
hatten Sie schon mal das Pech, im Krankenhaus liegen zu müssen? Aber auch im Pech gibt es ein bisschen Glück: wenn Sie in einem der Städtischen Krankenhäuser gelegen haben, war die Patienten-Bibliothek ganz in ihrer Nähe und bemüht, den Kranken die Zeit im Krankenhaus mit gutem Bücherangebot angenehm zu machen.

So auch im Schwabinger Krankenhaus. Gleich unten im Parterre, in der Ladenstrasse, finden Sie die Patienten-Bibliothek. Klein, aber fein. Es sprudelt vor Atomsphäre, das Publikum sind nicht nur die Patienten, auch das Krankenhauspersonal versorgt sich mit Büchern. Für sehr Kranke, die nicht in die Bibliothek hatschen können, kommt der Bücherhausdienst mit dem Bücherwagen durch die Stationen.

Wenn Sie in der Nähe vom Schwabinger Krankenhaus sind, oder einfach diese Dependance der Münchner Stadtbibliothek nutzen wollen, um sich Bücher auszuleihen, tun sie es. Die Sorge‚ oh, die Bücher hatten aber Kranke in der Hand, ist unberechtigt, denn jedes Buch, welches vom Ausleiher zurück in die Bibliothek kommt, wird mit Alkohol desinfiziert, und ist somit „clean“, wenn es neue Leser findet. Diese Patienten-Bibliothek ist auch für all diejenigen offen, die einen gültigen Stadtbibliotheksausweis haben. Da die kleine Bibliothek nur an wenigen Tagen und stundenweise geöffnet ist, können Sie die Bücher auch während der Besuchszeiten an der Informationstheke zurückgeben.

Die sozialen Bibliotheksdienste der Münchner Stadtbibliotheken
haben einen festen Platz im:

Klinikum Rechts der Isar, im Erdgeschoss
Städtisches Krankenhaus Thalkirchner Strasse, im 2. Stock
Marianne-Strauß-Klinik in Kempfenhausen, Untergeschoss
Städtisches Krankenhaus München Harlaching, im Haupthaus
Krankenhaus München-Neuperlach, Eingangshalle
Schwabinger Krankenhaus, Erdgeschoss
Städtisches Krankenhaus München-Bogenhausen, Erdgeschoss.

Wenn Sie Besucher eines dieser Krankenhäuser sind, und hoffentlich nicht Patient, tragen Sie die Kunde von den Patienten-Bibliotheken weiter. Wir aber von Bücher & mehr sagen: bleiben Sie gesund !

Münchner Stadtbibliothek
Soziale Bibliotheksdienste
Rosenheimer Str. 5
81667 München
Tel. 089/480 98 - 3218
Mail:stb.soziale-bibliotheksdienste.kult@muenchen.de

© Steffi.M.Black 2012 (Text u.Bild)






Ramersdorf 


Hinter dieser Tür fing alles an: Erinnern Sie sich noch an die turbulente Zeit, als es in München den Stadtbibliotheken an den Kragen gehen sollte? Das war so im Jahr 2003/2004.

Au weia, in einer Stadt wie München wurde über die Schließung einer ganzen Reihe von Stadtteilbibliotheken laut nachgedacht. Eine Sparmaßnahme der Stadt! Die Stadtteil-Bibliotheken am Stadtrand sollte es als Erste treffen. Mann-o-mann, da wo es am wichtigsten ist!

Beherzte LeserInnen wehrten sich, und im Rathaus fanden heftige Auseinandersetzungen statt. Daraus bildete sich eine unabhängige Bürgerinitiative und der „Kampf ging weiter“. Nach langen Diskussionen und Abstimmungen konnte sich das "Bücherbegehren" durchsetzen, und es entstand der Förderverein Bücher & mehr.

Neugierig betrat ich die Ramersdorfer Bibliothek und hoffte, die Bibliothekare von damals anzutreffen, um mit ihnen über diese Zeit zu reden. Tja, da kam ich ein paar Jahre zu spät, sie sind alle im Ruhestand. Aber den Kollegen von damals sei Dank, dass sie sich so aktiv für ein wichtiges Kulturgut eingesetzt haben, das Stadtbibliothek heißt. Ich trank einen Kaffee - diese Bibliothek hat einen Kaffeeautomaten, der den Kaffee gleich mit einem Löffel rauswirft - und sah mich in den Räumen um.

Liebe LeserInnen, der Wasserschaden in der Führichstrasse ist behoben, und die entbehrungsreiche Zeit ohne Bücher ist vorbei. Jetzt können Sie wieder ohne Sorge Bücher und elektronische Medien entleihen. Für Veranstaltungen fragen Sie das Bibliotheksteam. Das organisiert alles neu, und in der Ramersdorfer Stadtbibliothek ist wieder was los.

In der phantasievollen Kinderecke warten Hans und Leni, die Plüschenten, auf die wilden Kinder, die aber dann aber ganz ruhig und lieb sind, wenn vorgelesen wird. Und auf dem knallroten Sofa (gesponsert von Bücher & mehr e.V.) können sich wieder die jungen LeserInnen zum Buchaustausch treffen.

Sagen Sie es weiter, wie toll die Bibliotheksführungen für Schüler und Kindergärten sind. Oder machen Sie selbst eine mit. Ramersdorf hat dies zu bieten. Klar, alte Vorstadt mit Geschichte.

Münchner Stadtbibliothek Ramersdorf
Führichstr. 43
81671 München
Tel.: 089-4613341-0
e-mail: stb.ramersdorf.kult@muenchen.de

© Steffi.M.Black 2012 (Text u.Bild)






Schwabing 


In der Abenddämmerung spazierte ich durch Schwabing, und mein Ziel war die Stadtteilbibliothek in der Hohenzollernstrasse. In der Bibliothek war die Atmosphäre wohltuend, denn draußen lauerte der kalte Wind auf Beute, und der winterliche Abendhimmel stimmte auf gemütliche Abendstunden ein. Meine Leselust trieb mich an die Regale mit den Neuerscheinungen der deutschsprachigen Bücherwelt, aber es muss ja nicht immer das neueste Buch sein. Dann stand ich vor dem Regal: schon entdeckt? Wow, die Auswahl dieser Bücher ist beachtenswert. Und passend zu meinem Besuch in der Stadtteilbibliothek fiel mir das Buch auf: Sind Sie öfter hier? Toll, das will ich lesen, und den Autor Tilman Spengler kenn ich eh schon. Erinnern Sie sich noch an: Wenn sich Männer verheben. Eine Leidensgeschichte in 24 Wirbeln. Köstlich. Auch verbinde ich mit seinem Namen die Herausgabe des Kursbuchs, eine Kulturzeitschrift in den 60/70/80iger Jahren, welche ich in guter Erinnerung habe. Gibt es sie heut’ noch? – ich werde die Bibliothekarin fragen.

...ich fand das zweite Buch, das war von Ranga Yogeshwar: Ach so! Warum der Apfel vom Baum fällt. Wir alle kennen ihn aus der Sendung: Wissen vor acht. Nun sitze ich aber nicht immer pünktlich vorm Fernseher und so freue ich mich sehr, dieses Buch entdeckt zu haben und werde lesend die Fragen und Rätsel geniessen, bestimmt mit Antworten von Rangar Y...

...und dann ein drittes Buch. Der Buchtitel machte auf sich aufmerksam: "Wie man über Bücher spricht, die man nicht gelesen hat". Es machte mich neugierig, denn was will der Autor Pierre Bayard damit sagen?
Naja, da habe ich wohl Glück, denn ich treffe immer wieder Menschen, die gerne lesen, und auch sehr gerne über das Gelesene reden.


Münchner Stadtbibliothek Schwabing
Hohenzollernstr. 16
80801 München
Tel. 089-45213630
e-mail: stb.schwabing.kult(at)muenchen.de

© Steffi.M.Black 2012 (Text)






Sendling 


München Sendling.
Sendlinger Berg: und das Stichwort „Sendlinger Mordweihnacht“ fällt. Das Denkmal des Bauernführers Schmied von Kochel ist fast allen Münchnern bekannt. Es steht an der Lindwurmstraße und ist sichtbar für jeden Vorbeifahrenden oder Vorbeigehenden. Geht man weiter Richtung Harras, sieht man von weitem einen großen Häuserblock, in dem viele soziale Institutionen und die Stadtteilbibliothek Sendling untergebracht sind. Da findet man ein reiche Auswahl an Büchern über die Geschichte am Sendlinger Berg. In der Bibliothek ist viel Raum vorhanden, nirgends ist es eng, und der Buchmarkt hätte eine große Chance in dieser Bibliothek ein weiteres Plätzchen zu finden. Kleinverlage mit passenden Titeln wären dafür sehr dankbar. Das Argument „wir platzen aus allen Nähten“ kann für Sendling nicht gelten.

Unbeschwert und leichten Fußes betritt man zuerst im Parterre den großen Raum mit der Infotheke. Praktisch finde ich die Säule mit der Aufschrift „Bibliotheken in der Presse“. Oben im ersten Stock steht ein Kiosk-Zeitungsständer. Das reichhaltige Angebot enthält nicht nur Münchner Tageszeitungen, sondern überregionale Journale bis hin zur Zeitung “Das Parlament“. Ja, jeder Benutzer hat in den Münchner Stadtbibliotheken Chancen über seinen Tellerrand zu gucken. Es tut gut, sich öfters zu erinnern, dass nicht alles selbstverständlich ist. Stadtbibliotheken ist eine aus unserem Alltag nicht mehr weg zu denkende Kultureinrichtung, die alle Gesellschaftsschichten bereichert. Die öffentlichen Bibliotheken sind gerade mal erst gute 100 Jahre alt.

Sendling hat ein bildungsintensives Publikum. Der Trend, Bibliotheken zum Studieren zu nutzen, ist hier stark zu spüren. Auch für die pure Muße ist gesorgt, ob am Regal Fernweh oder im Lesegarten, in dem es sich an warmen Tagen gut schmökern lässt. Erfreulich auch das riesige Angebot an Hörbüchern und Audio- CDs in vielen Sprachen. Wer die Wahl hat die Qual… Die jüngeren Benutzer finden im Untergrund ihre Bereiche. Da sind gut sortierte Bücherregale für Teens, Twens und Kleinkinder. Klasse, es muss ja nicht immer der Spaß an der Wii-Konsole sein.

Münchner Stadtbibliothek Sendling
Albert-Roßhaupter-Str. 8
81369 München
Tel. 089-746351-0
Mail:stb.sendling.kult@muenchen.de

©Steffi.M.Black 2013 (Text u.Bild)






Stadtteilbibliotheken von A - Z 


A-Z






Tageszeitungen 


Die Tageszeitung
aus dem Nachbarland


Rund 2000 internationale tagesaktuelle Zeitungen und Zeitschriften stehen im Presse-Portal „Library Press Display“ nicht nur seit einem Jahr in der Münchner Stadtbibliothek Am Gasteig in digitaler Form und in knapp 60 Sprachen zur Verfügung, sondern ab sofort auch in den Stadtbibliotheken Bogenhausen, Hasenbergl, Laim, Neuhausen, Pasing, Schwabing und Sendling.

Internationale Formate und europäische Tageszeitungen öffnen für Muttersprachlerinnen und Muttersprachler, Schülerinnen und Schüler sowie für alle anderen passionierten Zeitungsleserinnen und -leser den Blick für Politik und Kultur in 90 Ländern. Die Einzelausgaben sind 90 Tage lang verfügbar. Der Service ist für alle kostenlos. Man liest die Tageszeitungen an einem Extra-Bildschirm im "Zeitungsformat". Man kann sich Artikel auch ausdrucken oder per email nach Hause schicken.

Die Münchner Stadtbibliothek baut seit 2007 kontinuierlich ihr Angebot an elektronischen Zeitungen und Zeitschriften aus. Sie bietet ihren Besucherinnen und Besuchern damit eine attraktive Ergänzung zum vielfältigen und aktuellen Bestand der rund 1.000 Print-Zeitungen und Zeitschriften. Gleichzeitig vermittelt die Münchner Stadtbibliothek neue Medientrends und unterstützt ihre Kundinnen und Kunden – insbesondere Schulklassen – kompetent und individuell in Sachen zeitgemäßer Recherche."

In 60 Sprachen lesen,
was Menschen in 90 Ländern bewegt ist nicht alltäglich, aber möglich.

Am Gasteig
Zentralbibliothek
Rosenheimer Straße 5
81667 München
Mail:stb.leserservice@muenchen.de
Bibliothekarische Information
Tel. 089-480 98 - 3316






Waldtrudering 


Sie haben Ihr Ziel erreicht: Haltestelle Phantasiestraße Waldtrudering, und schwups steht man vor einem typischen Vorstadthaus und freut sich, die Stufen zu diesem hinaufzugehen. Für Kinderwagen oder Rollstuhlfahrer ist eine praktische Rampe vorhanden. In dieser Bibliothek, wohl eine der kleinsten der Münchner Stadtbibliotheken, herrscht reger Betrieb. Gleich beim Eingang steht ein Regal mit aktuellen Titeln, daneben eines mit Büchern, die die kommende Weihnachtszeit ankündigen.

Vor dem Ausleih-Automaten bildet sich eine kleine Schlange. Das Bücherangebot für die Leser und Leserinnen in Waldtrudering trifft genau die Nachfrage der Benutzer. Diese Bibliothek hat eine sehr hohe Ausleihquote ihrer Medien, ein besseres Zeichen für gute Bibliotheksarbeit kann es gar nicht geben. Und diese Feststellung gibt dem Team recht, das sein Publikum kennt und ein gutes Gefühl für dessen Lesebedürfnisse hat. Das Einzugsgebiet um die Waldtrudringer Bibliothek ist groß, und es ist sehr gut möglich, dass man Freunde oder Kollegen trifft.

Die Veranstaltungen für Erwachsene sind hier rar, dafür fehlt der ausgiebige Platz, doch die Kinder geben nicht nach. Im Untergeschoß, da wo die kuschelige Kinderecke ist, breiten sie sich aus, bis in die Personalküche hinein, wenn Basteln oder Vorlesen angesagt ist. Welch eine Gaudi. Das macht eine wohlige Stimmung. Im Dezember wird auch gebacken. Der Duft steigt nicht nur nach oben, sondern auch den Leserinnen und Lesern in die Nase. Köstlich, Büchersuche mit Weihnachtsplätzchen, wenn das nicht eigene Erinnerungen wach ruft.

P.S. Machen Sie auch beim Rätselspaß für Kinder mit. Sie werden staunen, welche Fragen die Kinder schon beantworten können. Eine Nachricht an die Manga-Fans, oder gibt es gar in Waldtrudering heimlich einen Manga-Club? Denn so viele Manga-Bücher in einem Regal hab’ ich noch nirgends gesehen.

Münchner Stadtbibliothek Waldtrudering
Wasserburger Landstr. 205
81827 München
Tel. 089-430 63 72
Mail:stb.waldtrudering.kult@muenchen.de

© Steffi.M.Black 2012 (Text u.Bild)






Westend 


Der begrünte, hübsche Platz vor der Stadtbibliothek Westend lässt ahnen, dass es auch in der Bibliothek gemütlich sein kann. So ist es auch. Mit warmen und freundlichen Worten wird hier jeder empfangen.

Das tat mir gut. Hier im Stadtteil Westend war einst der Schriftsteller August Kühn zuhause und hat auch dem Stadtteil einen Roman gewidmet. In seinem Buch Zeit zum Aufstehen erfahren Sie viel über die Veränderungen dieses Stadtteils. Oder lesen Sie die "Westendgeschichten" von ihm. Der Autor August Kühn hätte sich bestimmt hier auf dem roten Sofa (gesponsert von Bücher & mehr e.V.) niedergelassen, Kaffee getrunken und Geschichten erzählt. Das macht eine Bibliothek zum Juwel.

Aufgefallen sind mir die klaren Hinweise an den Regalen. Einige haben ganz lustige Schilder, passend zum Buchbereich. Zum Beispiel am Regal mit Humor und Satire weist die Figur von Till Eulenspiegel auf diesen Schwerpunkt hin. Viele Titel, nicht mal Mainstream und keine Bestseller, waren frontal aufgestellt, um auf sich aufmerksam zu machen. Großartig, einige dieser Bücher kannte ich, sie haben auch mir das Lesen zum Vergnügen gemacht.

Einladend sind auch die Tische und Stühle zwischen den Regalen zum Arbeiten, oder um Bücher auszubreiten. Vor kurzem bekam die Bibliothek Westend ein großes Paket mit mehrsprachigen Bilderbüchern (auch gesponsert von Bücher & mehr). Das Bibliotheksteam ist ganz begeistert, wie diese Bücher Anklang bei den Kindern finden. Ständig sind die Bücher ausgeliehen. Selbst Bücher in gar so fremden Sprachen für uns wie arabisch oder chinesisch, finden ihre Leser. Quirlige und fröhliche Kinderstimmen kamen aus der hübschen Kinderecke und ließen mich aufhorchen, was sie so vergnügt macht. Ich schaute zu ihnen hinüber und sah, das ein fremdsprachiges Bilderbuch der Anlass ihrer Freude war. Das Bibliotheksteam ist sehr in der interkulturellen Arbeit aktiv und hat auch selbst ihre Freude daran.

Mehrsprachige Veranstaltungen sind in der Bibliothek selbstverständlich. Und vorgelesen wird auch in anderen Sprachen in der Stadtbibliothek Westend. Für die beliebten Vorlesestunden bereiten sich die Bibliothekarinnen vor. Dafür wird gebastelt und nach Ideen gesucht. Kennen Sie das Münchner Musik-Kindl? Auch das ist eine schöne Einrichtung.

Ja, Bücher wohin das Auge schaut. Diese Bücher-Aura fängt uns Benutzer und Leser und Leserinnen immer wieder ein, und wenn auch der Bedarf an Digitaler Bibliothek steigt: Buch bleibt Buch.
Wenn Sie Bücher hergeben wollen, weil Ihr Bücherschrank zu klein geworden ist, bringen Sie sie in die Stadtteilbibliothek Westend. Das Bibliotheksteam sortiert die Bücher aus, und das Buch, das in der Bibliothek kein neues Zuhause findet, gesellt sich dann zu den Flohmarktbüchern.

Münchner Stadtbibliothek Westend
Schrenkstr. 8
80339 München
Tel.: 089-189 378 38-0
Mail:stb.westend.kult@muenchen.de

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Zehn Jahre Bücher & mehr! 


10 Jahre Bücher & mehr
Da, wo alles begann, in der Stadtbibliothek Ramersdorf, ist bis Ostern unsere Dokumentation mit Zeitdokumenten und Fotos aus den Anfängen des Bürgerbegehrens bis hin zum Förderverein Bücher & mehr e.V. zu sehen.

Die Ausstellung ist beendet. Wenn Sie Informationen möchten, nehmen Sie mit uns Kontakt auf: Vorstand(at)buecher-und-mehr.org






Zentralbibliothek am Gasteig  



Münchner Stadtbibliothek "Am Gasteig"

Der Gasteig, der Kultur- und Musik-Tempel der Stadt München. Wie gerne gehen wir den Münchner grünen Hügel hinauf, um uns in die Arme der Kultur zu werfen. Ein gewaltiges Kulturangebot erfreut jeden Suchenden, denn recht viele Sinne werden im Gasteig angesprochen. Bald ist wieder Filmfest, und bei sommerlicher Stimmung im Gasteig Begegnungen mit der Vielfalt der Kinowelt zu haben, macht das Festival begehrenswert. Dann im Herbst wieder die Münchner Bücherschau und die vielen Veranstaltungen und Ausstellungen. Ich liebe diese Atmosphäre.

Nun aber zur Stadtbibliothek „Am Gasteig“. Hier ist die Zentralbibliothek im System der Münchner Stadtbibliotheken zuhause. Groß, souverän und erhaben. Der Eingang, eine Halle, in der man sich etwas verloren fühlen könnte, ist aber doch notwendig, um den Ansturm von mehreren tausend Besuchern am Tag aufzunehmen. Die Rezeptionen und die Vitrinen mit antiquarischen Kostbarkeiten erinnern an ein Hotelfoyer. Die Bibliothek ist im 1. Stock und es geht noch höher. Mit dem Lift erreicht der Leser die verschiedenen Ebenen. Und in diese zu liften lohnt sich.

In der Bibliothek "Am Gasteig" finden Sie ausführliche Buchbereiche zu Literatur, Chronik der Bibliothek, die Musikbibliothek bis hin zur philatelistischen Bibliothek. Vom Multimedia Studio zum PC Pool. Das ist noch nicht alles. Der Lesesaal und die Reihen der Lesepulte in den verschiedenen Ebenen geben eine Stimmung wieder wie in der Staatsbibliothek. Zeitungen sind natürlich auch zu finden. Sie können tagtäglich 1.700 Zeitungen in 50 Sprachen in digitaler Form lesen! Dieses Presse-Portal ist weit und breit einmalig und so nicht zu finden.

Im Parterre geht es zur Jugend- und Kinderbibliothek. Ich bin sehr beeindruckt. Kultur und Bildung für jeden. Die Bibliothek am Gasteig ist auch Samstags geöffnet. Es entstehen weitere neue Projekte und Ideen zum Bibliotheksbereich als Kulturbetrieb und Treffpunkt, an denen jungen Mitarbeiter der Stadtbibliothek zur Zeit arbeiten. Verfolgen Sie dies über die Homepage www.muenchner-stadtbibliothek.de. Dort erfahren Sie auch Veranstaltungsprogramme.

Wußten Sie, dass in der Gasteig Bibliothek auch das EUROPE DIREKT Informationszentrum zu finden ist? Das ist eine Anlaufstelle u.a. für Fragen zur Politik der EU Mobilitätsprogramme und EU Fördermittel. Mehr Informationen erhalten Sie in der Bibliothek selbst. Noch ein Tipp: wenn Sie im Gasteig sind, genießen Sie auch den Ausblick über Münchens Dächer!

Am Gasteig
Zentralbibliothek
Rosenheimer Straße 5
81667 München
Mail:stb.leserservice@muenchen.de
Bibliothekarische Information
Tel. 089-480 98 - 3316

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